Zuckerpaste als schonende Alternative zum Waxing

Die Haarentfernung mithilfe von Sugaring hat beispielsweise in der Türkei und Ägypten eine lange Tradition. In hiesigen Breiten ist diese hautschonende Methode zur Enthaarung als gute Alternative zum klassischen Waxing beliebt. Ob in professionellen Kosmetikstudios oder auch daheim, zum Sugaring werden drei Zutaten benötigt: Wasser, Zucker und Zitronensaft. Die sogenannte Zuckerpaste ist im Handel auch unter der Bezeichnung Agda oder Halawa als fertiges Produkt erhältlich.

Zwei Varianten der Zuckerpaste

Herrschen niedrige Temperaturen, muss das Fertigprodukt etwas erwärmt werden. Bei normaler Zimmertemperatur ist die Fertigpaste normalerweise sofort einsatzbereit. Wollen Sie Zuckerpaste zum Enthaaren selbst herstellen, kochen Sie drei Zutaten (ein Teil Wasser, ein Teil Zitronensaft, zwei Anteile Zucker) so lange, bis sich eine blubbernde Masse ergibt – dabei ständig rühren. Abgekühlt wird ebenfalls durch Rühren. Die richtige Konsistenz sollte flüssigem Honig ähneln. Diese Zuckermischung wird zur Enthaarung warm und gegen die Wuchsrichtung auf Beine oder Achseln, Augenbrauen oder Gesicht aufgetragen.

Für Ungeübte ist ein Spachtel hilfreich

Geübte und Kosmetikerinnen bedienen sich zur Haarentfernung mittels Zuckerpaste der speziellen Flicking-Methode. Hierbei wird die Zuckermischung per Hand (Einweghandschuhe) schnell auf die zu enthaarenden Stellen (gegen die Wuchsrichtung) gedrückt. Die Paste wird danach sofort wieder in Wuchsrichtung abgezogen. Die Haare werden dadurch samt ihrer Wurzel entfernt.

Für Anfänger ist es leichter, wenn die Zuckermischung mithilfe eines Holzspachtels aufgetragen wird. Zusätzlich sollte ein Vlies-Streifen auf die Paste gedrückt werden. Letzterer wird anschließend samt Haaren und deren Wurzeln mit einem kräftigen Ruck entfernt. Vlies-Streifen erhalten Sie online oder im Drogeriemarkt. Alternativ lassen sich auch Stoffstücke nutzen, die rechteckig zugeschnitten sind.

Haare entfernen ohne Schmerzen, geht das?

Im Gegensatz zum Waxing wird Zuckerpaste in Wuchsrichtung abgezogen. Bei diesem Verfahren brechen fast keine Haare ab, beim Waxing dagegen schon. Zudem wird die Zuckermischung nicht so heiß wie Wachs erhitzt und haftet dadurch auch deutlich weniger stark auf den Hautbereichen. Deshalb gilt Sugaring als schonende Art der Haarentfernung. Allerdings ist diese Methode auch nicht völlig schmerzlos. Hinweis: Waxing wie auch Sugaring ist nicht für geschädigte, sehr empfindliche und gereizte Haut geeignet.

Beim Profi erst einmal testen

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Zuckerpaste auftragen

Zuckerpaste kann, wie beschrieben, auch daheim angewendet werden. Allerdings kann die Handhabung dieser klebrigen und sehr warmen Mischung für Ungeübte manchmal problematisch sein. Einfacher, als eine selbst angerührte Paste, sind die Fertigmischungen. Anfänger im Bereich Sugaring sollten zunächst im Kosmetikstudio ausprobieren, ob diese Behandlung für ihre Haut geeignet ist. Sie sollten sich zudem generell über die Inhaltsstoffe der jeweiligen Zuckerpaste informieren, da Fertigprodukte teilweise alternative Säuren und/oder Öle enthalten. Diese könnten eventuell allergische Reaktionen hervorrufen. Produkte ohne Zusätze sind hier die Alternative.